Steuerhinterziehung

Bei der Unterschlagung von Steuern, ganz gleich ob bei der Selbstanzeige beziehungsweise auch wenn sie bei ihrer Hinterziehung von Abgaben bereits ertappt worden sind, sollten sie sich immer einen Anwalt zu ihrer Verteidigung leisten können, denn es geht hier schließlich um ihre Existenz und Steuerunterschlagung ist halt kein Kavaliersdelikt und wird abhängig von der Schwere der Handlung mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
einem muss bewusst sein das eine Verurteilung zu einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen als vorbeschraft im Bundeszentralregister zusehen ist und das in ihrem Führungszeugnis ein Vermerk über diese Verurteilung auftauchen wird.

Zollhinterziehung ist in der Bundesrepublik Deutschland ordnungswidrig und auch der Versuch von Zollhinterziehung wird Strafrechtlich verfolgt. Ohne Bestrafung kommt jemand nur davon falls man sich ehe die Behörde für Finanzen die ersten Ermittlungen fordert sich selber Angezeigt hat. Das heißt in keiner Weise daß man dadurch vollständig davon kommt, mit einer Geldstrafe müssen alle rechnen.

Wenn sie Zollhinterziehung begangen haben bestimmt u.a. die Intensität der hinterzogenen Abgaben sowie die Dauer der Defraudation über die Höhe der Bestrafung.
Entsprechend der Höhe der Defraudation fällt dann das Strafmaß aus z.B. bis 1.000€ jeglicher Defraudation wird die Ermittlung häufig entgegen einer Auflage eingestellt.
Bis fünfzigtausend € wird meist mit einer Geldstrafe verurteilt und ab 50.000 euro durch z.B. Erschwindeln von Gutschriften vom Finanzamt beispielsweise Vorsteuererstattungen eine Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe die evtl. zur Bewährungsstrafe ausgesetzt werden kann.

Bei einer Selbstanzeige sind die Voraussetzungen um ohne Strafe weg zukommen dass der Steuerschuldner die falschen beziehungsweise verkürzten Daten bei der Behörde für Steuern berichtigen oder vervollständigen sollte oder besser gesagt die unterlassenen Angaben nachholt.
Zudem sollte beachtet werden daß sie mit einem Rechtsanwalt beziehungsweise Steuerberater Rücksprache über die Selbstanzeige halten sollten, weil formell da noch einiges abzuklären ist. Wenn sie es ohne juristische Hilfe machen sollten spart man vermutlich noch am verkehrten Ende.
Auch sollte daran gedacht werden das geerbtes Schwarzgeld für die Erben die gleichen Strafrechtlichen Folgen mit sich zieht ebenso wie bei dem Schuldner selbst. Und niemand möchte letzten Endes negativ in Erinnerung bleiben und seinen Nachkommen Schulden bereiten.

In sehr schwerwiegenden Umständen ist die Bestrafung eine Haftstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren. Ein außergewöhnlich schwerer Sachverhalt liegt grundsätzlich dann vor, sobald der Verbrecher
im enormen Ausmaß Abgaben gekürzt beziehungsweise in keiner Weise gerechtfertigte Steuervorteile erlangt hat,
seine Ermächtigung sowie seine Stellung als Amtsträger missbraucht hat beziehungsweise die Mithilfe eines Amtsträgers ausnutzt, der seine Befugnisse sowie seine Stellung ausnutzt sowie die Anwendung verfälschter bzw. nachgemachter Belege fortgesetzt Abgaben gekürzt hat oder keines Falls berechtigte Abgabevorzüge erlangt hat. Auch falls jemand ein Mitglied einer Bande ist, die sich gegründet hat damit man zusammen Steuern hinterziehen kann. Sowie Umsatzsteuren bzw. Verbrauchersteuern verkürzt hat beziehungsweise absolut nicht gerechtfertigte Umsatz- oder Verbrauchssteuervorzüge erreicht hat.

Eine Strafe erhält jeder der die Finanzbehörde sowie auch andere Amststellen über steuerlich erhebliche Umstände unwahre beziehungsweise unvollständige Daten angibt.
Auch wenn jemand die Behörde für Finanzen nachlässig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt oder nachlässig den Einsatz von Steuerzeichen oder Steuerstemplern unterlässt und hierdurch Abgaben gekürzt beziehungsweise für einen selbst oder auch für andere keines Falls gerechtfertigte Steuervorteile erlangt.

Eine völlig andere Sachlage liegt bei einer gewerblichen Steuerveruntreuung vor.
Eine gewerbliche Steuerhinterziehung liegt vor falls die Tat wiederholt begangen wird und sich der Täter dadurch eine nicht nur eine vorübergehende Erwerbsquelle von geringem Ausmaß verschafft hat.
Das schlimmste ist wohl das in diesem Fall keine Selbstanzeige wie auch keine Einstellung gegen eine Geldstrafe und kein Strafbefehlsverfahren also ein diskretes Strafverfahren ohne Hauptverhandlung möglich ist.
Daher muss einem klar sein dass der Tatbestand ein Delikt ist, das heisst wer an dieser Tat involviert ist muss mit einer Haftstrafe von einem Jahr bis zu 10 Jahren rechnen. Außerdem ist die Verjährung hier nicht wie bei der normalen Steuerveruntreuung fünf Jahre, sondern ganze zehn Jahre.
Jetzt ist es jedem selbst überlassen ob es ihm wert ist ein paar 1.000€ mehr auf dem Konto zu haben und möglicherweise hinterher in Haft zu sitzen bzw. verurteilt zu sein.

Wenn mehrere an der Steuerunterschlagung verwickelt sind wie z.B. Ehepaare, Personen die gemeinschaftlich das Erbe antreten beziehungsweise der Leiter von Unternehmen in diesem Punkt wäre es besser wenn alle weiteren Maßnahmen zusammen wohlüberlegt und abgestimmt werden. Weil falls nur einer der Beteiligten geständig ist, können die anderen sich nicht mehr selbst Anzeigen und werden im schlimmsten Fall dann verurteilt.
Achtung bei verletzten und belogenen Ehegattinnen oder Liebschaften, denn gekränkte Damen tendieren in diesem Fall dazu ihren Ex geliebten gern ins offene Messer laufen zu lassen.
Achten sie ebenfalls stets darauf mit welchen Leuten sie alles über den Schwindel sprechen, weil nicht alle sind so nett wie sie immer tun, auch wäre es vom großen Vorteil nur mit Personen darüber zusprechen die vor dem Strafgericht ein Zeugnisverweigerungsrecht haben, wie zum Beispiel einen Anwalt sowie einem StB.

Sofern jemand sich für zur Selbstanzeige entschlossen hat, sollte die Anzeige erfolgt sein, bevor dem Täter sowie dessen Mittäter die Einführung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens eröffnet worden ist. Dies sollte ebenfalls bei Hinterziehung von Steuern geschehen ehe ein Prüfer der Finanzbehörde zu einer steuerlichen oder steuerstrafrechtlichen Prüfung gekommen ist. Darüber hinaus darf der Täter nicht im Vorhinein wissen, daß seine Straftat bereits entdeckt beziehungsweise teilweise entdeckt worden ist, weil dann würde dieser absolut nicht ohne Strafe davonkommen. Kommt der Täter aber bei Steuerhinterziehung straffrei davon, werden jedoch Hinterziehungszinsen festgesetzt.

Tags: ,

Freitag, Dezember 19th, 2014 Allgemein